Wenn in Meggen ein Frosch den Ton angibt, dann tut er das natürlich nicht leise. Und so wurde dann auch die feierliche Eröffnung des neuen Megger Fröschenwegs von einem kräftigen Quak begleitet – erst vom Präsidenten, dann vom ZM, und später auch von den echten Fröschen, die in den verschiedenen Weihern bereits in Frühlingslaune waren.
Der Präsident begrüsste und verdankte die zahlreich erschienenen Gäste, darunter Vertreter des Gemeinderates und der Egli-Zunft, Sponsoren, Helferinnen und Helfer sowie die Illustratorin des Projekts, Natasha Hofer Andris. Im Anschluss stellte ZM Rodolfo den neuen Themenweg vor – ein in seinen eigenen Worten «Familietaugliche Rondgang ohni schmärzendi Chrämpf – genannt FROSCH», dessen Begehung sich anfühlt wie ein Flug mit der Flugstaffel, einfach mit weniger Turbulenzen, dafür mit deutlich mehr Amphibien im Überschall.
Gemeindeamman Pascal Frei überbrachte die Grüsse der Gemeinde und zeigte sich beeindruckt, wie die Fröschenzunft immer wieder mit Fronarbeit das Dorfleben bereichert. Sein Dank galt dem grossen Engagement aller Beteiligten – und natürlich Freddy, dem neuen Star des Meggerwaldes.
Unter grossem Applaus enthüllten der Zunftmeister und ein waschechter Frosch (oder zumindest jemand, der sich hervorragend als solcher verkleidet hatte) die Starttafel des Rundwegs. Damit war der Weg offiziell eröffnet – und Freddy konnte seine Gäste endlich auf die Reise durchs Froschjahr mitnehmen.
Kleine grüne Wegweiser und grosses Gequake
OK-Mitglied Randy Emmenegger erklärte Route und Ablauf der Eröffnung und wies auf die kleinen grünen Frösche hin, die den Weg markieren. Wer ihnen folgt, landet automatisch im Herzen des Meggerwalds – und mitten in einem Konzert, das man so schnell nicht vergisst.
Beim Buchmattweiher wurden die Gäste nämlich von echtem, unverfälschtem Froschgequake in Dolby Surround empfangen. Die Frösche präsentierten sich «in ganzer Blüte» und liessen keinen Zweifel daran, dass Freddy hier zu Hause ist.
Zwischenhalt mit Gipfeli und «Quak-Dur»
Beim Schwerziried, auf Höhe Posten 6, erwartete die gut gelaunten und neugierigen Gäste ein Zwischenhalt mit Kafi, Gipfeli und Durstlöschern. Begleitet wurde das Ganze wiederum durch eine Fröschensymphonie in Quak-Dur, die sich irgendwo zwischen Naturidylle und ausgelassenem Amphibienjazz bewegte.
Die Kunst hinter Freddy
Illustratorin Natasha Hofer Andris gewährte einen Blick hinter die Kulissen der Entstehung der acht Infotafeln. Ein halbes Jahr Arbeit steckt darin – von der Skizzierphase inklusive 15–20 Überarbeitungen pro Tafel bis hin zur finalen Komposition. Mit der Zeit habe sie sich sogar ein wenig in Freddy verliebt, erzählte sie lachend. Kein Wunder: Der kleine Grasfrosch hat sich während des Prozesses zu einem eigenständigen und wundervollen Charakter entwickelt.
Es ist übrigens Natashas erstes digitales Werk, was mit einem «Wie hed sie’s gmacht?... Prima – Usgezeichnet – Potzverrecktecheib!» und grossem Applaus quittiert wurde.
Rückmarsch, Apéro und ein Geburtstagsständchen
Zurück beim Badhof wartete auf die Gäste ein Apéro, der pünktlich um 12:00 Uhr eröffnet wurde. Der Präsident bedankte sich nochmals bei allen Beteiligten und zum Abschluss gab es noch ein Geburtstagsständchen für Franz Lustenberger.
Ein Weg, der bleibt…
Mit dem neuen Fröschenweg hat die Fröschenzunft zum 70-Jahr-Jubiläum ein Geschenk geschaffen, das Familien, Schulen und Spaziergängern noch lange Freude bereiten wird. Freddy führt nun durch sein Jahr – vom Winterlager bis zur Paarung, vom Laichgewässer bis zum nächsten Herbst. Und wer die Rätsel löst, darf sich im Restaurant Badhof sogar eine kleine Überraschung abholen, am besten verbunden mit einer erfrischenden Abkühlung auf der schönen Sonnenterasse, um das Erlebte nochmals revue passieren zu lassen.




Kommentar schreiben